
Das Herz-Kreislauf-System
Das Herz-Kreislauf-System (kardiovaskuläres System) ist das zentrale Transportsystem des Körpers, das alle Zellen ununterbrochen mit Sauerstoff sowie Nährstoffen versorgt und Stoffwechselabfälle wie Kohlendioxid abtransportiert.
Es besteht im Wesentlichen aus dem Herzen als Antriebspumpe und einem weit verzweigten Netz aus Blutgefäßen.
Das Herz arbeitet rhythmisch in zwei Hauptphasen, um den nötigen Blutdruck aufzubauen:
- Systole (Kontraktionsphase)
Der Herzmuskel zieht sich kraftvoll zusammen und presst das Blut in die großen Schlagadern. - Diastole (Erschlaffungsphase)
Der Muskel entspannt sich, wodurch sich die Herzkammern wieder mit neuem Blut füllen.
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Herz und Kreislauf stärken
Am effektivsten stärken Sie Ihr Herz und Ihren Kreislauf durch regelmäßige Ausdauerbewegung, eine gesunde Ernährung, den Verzicht auf Nikotin und Alkohol, sowie bewusste Entspannung. Bereits kleine Anpassungen im Alltag entlasten das Herz und stabilisieren den Blutdruck.
Essenziell für ein starkes Herz-Kreislauf-System
- Regelmäßige Bewegung
idealerweise mind. 30 Minuten täglich an der frischen Luft - Herzgesunde Ernährung
Fokus auf Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Fisch/gesunde Fette. Reduzieren Sie außerdem Salz, Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel. - Durchblutung fördern
z. B. durch leichte (Bürsten-)Massagen oder Wechselduschen: Beginnen Sie beim Duschen mit warmem Wasser und brausen Sie sich anschließend mit kaltem Wasser ab. Fangen Sie an den Beinen an und arbeiten Sie sich langsam nach oben. - Ausreichend Flüssigkeit
Trinken Sie über den Tag verteilt 1,5 Liter Wasser oder ungesüßte Tees in kleinen Mengen von ca. 0,5 l. So werden Kreislaufbeschwerden und allgemeine Symptome von Flüssigkeitsmangel wie z. B. Kopfschmerzen wirksam vermieden. - Lebensstil
Halten Sie sich mit Gymnastik oder Yoga flexibel und nutzen Sie Atemübungen zur Entspannung. Schlafen Sie Ihrem individuellen Bedürfnis entsprechend so viel, dass Sie sich ausgeruht fühlen. Nutzen Sie balneotherapeutische Maßnahmen, wie Wechselduschen und Saunagänge, für eine elastische Gefäßfunktion, vorausgesetzt Sie leiden nicht an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder sehr hohem Blutdruck. In diesem Fall konsultieren Sie bitte vorher Ihre Ärztin/Ihren Arzt. - Risikofaktoren minimieren
Reduzieren Sie den Alkoholkonsum auf ein Minimum. Der Verzicht auf das Rauchen und die Reduktion von zu fetthaltiger Ernährung sind ebenfalls wichtige Maßnahmen, um Gefäßerkrankungen vorzubeugen.

Kreislaufprobleme
Kreislaufprobleme mit Schwindel, Schwarzwerden oder Flimmern vor den Augen kommen häufig vor. Glücklicherweise sind die Ursachen meistens harmlos.
Ursachen
Kreislaufprobleme können insbesondere bei einem zu niedrigen Blutdruck (Hypotonie) auftreten. Dieser liegt vor, wenn der systolische Blutdruck den Wert von 90–100 mmHg unterschreitet.
Bei schnellem Lagewechsel, insbesondere beim morgendlichen Aufstehen, oder wenn typischerweise bei schwül-warmem Wetter oder unter körperlicher Belastung die haut- und muskelversorgenden Gefäße erweitert sind, kann es zu einem Blutdruckabfall kommen. Das Gehirn ist dann für einen kurzen Moment nicht mehr ausreichend durchblutet. Eine gute Nachricht gibt es: Hypotoniker haben eine geringere Neigung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln.
Symptome
Typische Symptome sind Schwindelneigung und leichte Sehstörungen wie Schwarzwerden oder Flimmern vor den Augen. Ebenso lassen sich Ohrensausen oder Herzklopfen beobachten. Die Orthostasestörung (Blutdruckabfall) gibt sich meist von alleine wieder.
Treten die Symptome hingegen regelmäßig auf, können die Konzentrationsfähigkeit und die allgemeine Leistungsfähigkeit leiden. Durchblutungsstörungen der Extremitäten (Gefühl der kalten Hände und Füße) können insbesondere in den Wintermonaten vermehrt auftreten und belastend sein.
Soforthilfe bei hypotoniebedingten Kreislaufproblemen
Üblicherweise kommt es im Zuge akuter Kreislaufprobleme zu einer Gegenregulation des Körpers. Sollten die Beschwerden nach langem Stehen auftreten, ist es sinnvoll in entspannter Lagerung flach oder mit leicht erhöhtem Oberkörper die Besserung der Symptome abzuwarten. Rhythmisches Anspannen und Entspannen der Arm- und Beinmuskulatur kann durch Verbesserung des Gefäßtonus die Gegenregulation beschleunigen. Eine Lageerhöhung der Beine um ca. 20° ist sinnvoll, wenn die Beschwerden sich so auch nach längerer Zeit nicht verbessern. Diese kann ca. zehn Minuten beibehalten werden. Frische Luft ist in jedem Fall hilfreich.
Tipps zur Soforthilfe
- Den Rückfluss des Blutes zum Herzen durch eine sitzende oder liegende Lagerung verbessern. Bei Bedarf die Beine hochlagern.
- Ein Glas Wasser zu trinken, kann eine plötzlich auftretende Übelkeit verbessern.
- Frische Luft: langsame, tiefe Atemzüge machen.
- Wenn die Besserung eingetreten ist: langsames Aufstehen, um dem Körper Zeit zur Anpassung zu geben.
Kreislaufprobleme vorbeugen
Um durch orthostatische Dysregulation hervorgerufenen Beschwerden vorzubeugen, helfen regelmäßige Bewegung (möglichst 30 Minuten an der frischen Luft), balneotherapeutische Maßnahmen wie Wechselduschen oder Saunagänge, sowie regelmäßige und ausreichende Flüssigkeitszufuhr in kleinen Mengen (0,5 l). Regelmäßig durchgeführte Yoga- oder Gymnastikübungen verbessern die Durchblutung und den Muskeltonus. Insbesondere bei Hitzebelastung sollten Sie körperliche Leistungsfähigkeit nicht erzwingen und direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf möglichst vermeiden. Luftige Kleidung verbessert die Situation ebenfalls.
Bei regelmäßigen, länger andauernden oder stark belastenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung notwendig.




